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Kohlenmonoxid-Warnmelder

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Zoom Der CO-Melder kann fest montiert oder einfach aufgestellt werden.
Wenn es brennt erkennt ein Rauchmelder den entstehenden Qualm und warnt die Bewohner, bevor diese vom Feuer im Schlaf überrascht werden und den tödlichen Brandrauch einatmen. Doch ist das entstehende Gas farblos, so lösen die Rauchmelder nicht aus. Insbesondere Kohlenmonoxid (CO) kann zur tödlichen Gefahr werden, wenn Heizungen, Gastherme, Öfen oder Kamine nicht einwandfrei funktionieren. Das zudem geschmack- und geruchlose Gas entsteht bei einer unvollständigen Verbrennung und kann nach nur wenigen Minuten zum Tode führen.

Das heimtückische an Kohlenmonoxid sind die auftretenden Symptome: Kopfschmerzen, Atembeschwerden und Übelkeit weißen im ersten Moment nicht auf eine Vergiftung hin. So kann die Gefahr durch die CO-Vergiftung nicht erkannt werden. Nur ein Kohlenmonoxid-Melder (CO-Melder) kann das gefährliche Gas detektieren und den notwendigen Schutz bieten.

Beim Kauf rät es sich nach den Prüfsiegeln TÜV, GS und CE Ausschau zu halten. Verpflichtend für CO-Melder ist eine Zertifizierung nach DIN EN 50291. Auch die Lebensdauer des elektrochemischen Sensors sollte beachtet werden. 5 Jahre und länger sind in der Regel ein guter Wert. Denken Sie auch daran, das Gerät nach Erreichen der Lebensdauer auszutauschen!

Montieren Sie ein Gerät möglichst im Raum der Heizungsanlage oder des Ofens an der Wand oder stellen Sie es in einem Regal auf und schützen Sie sich mit einem Melder in jedem Schlafraum und/oder im Flur optimal. CO ist ungefähr so leicht wie Luft, daher empfiehlt sich eine Montage auf ca. 1,5 bis 2 Meter über dem Fußboden. Außerdem sollte der Melder nicht in der Nähe von Ventilatoren, Türen und Fenstern installiert werden. Lesen Sie hierzu auch die Bedienungs- und Montageanleitung des Geräts sorgfältig durch.

Beachten Sie zudem folgende Handlungshinweise des Deutsche Feuerwehrverbandes bezüglich der Gefahr von CO:

  • Achten Sie beim Betrieb von Shisha-Pfeifen oder ähnlichen Geräten auf ausreichende Belüftung. Grillen Sie nie in geschlossenen Räumen – dies gilt auch für das Abkühlen der Kohle!
  • Nehmen Sie beim Betrieb von Verbrennungsöfen oder gasbetriebenen Geräten plötzlich auftretende Kopfschmerzen ernst – sie sind ein erstes Anzeichen für eine mögliche Vergiftung. Begleitet werden sie unter Umständen von Bewusstseinseintrübung.
  • Beim Verdacht des Auftretens von Kohlenmonoxid verlassen Sie sofort den betroffenen Raum. Sofern möglich, sollte man die Fenster öffnen, um zu lüften.
  • Wenn es Ihnen ohne Eigengefährdung möglich ist, schalten Sie das möglicherweise verursachende Gerät aus oder entfernen den Auslöser aus der Wohnung.
  • Alarmieren Sie im Verdachtsfall Feuerwehr und Rettungsdienst über die europaweit gültige Notrufnummer 112!

Nicht nur umsichtiges Handeln, sondern auch Vorsorge können dazu beitragen, Unfälle zu verhindern:

  • Ein wichtiger Beitrag zur Prävention ist die regelmäßige Wartung der Heizungsanlage zum Beispiel durch den Schornsteinfeger. Diese ist ein Mal pro Jahr Pflicht. So kann beispielsweise festgestellt werden, ob ein Lüftungskanal blockiert wird und die Heizgase oder Abgase daher nicht einwandfrei abziehen. Dies kann auch durch Vogelnester verursacht werden.
  • Verwenden Sie die Anlagen sachgemäß. Bei Etagenheizungen sind die Lüftungsschlitze der jeweiligen Türen der Gasthermen frei zu halten und nicht zu verstellen, sonst erhält die Anlage zu wenig Sauerstoff.
  • Es gibt mittlerweile Rauchmelder, die auch vor der Freisetzung von Kohlenmonoxid warnen. Sinnvoll ist die Installation eines solchen Gerätes in der Nähe der Gastherme. Erhältlich sind diese speziellen CO-Melder im Fachhandel

ITextquelle (teilweise): Deutscher Feuerwehrverband, www.feuerwehrverband.de